• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start

Glossary of terms used on this site

Alle A B D H I J K M P Q R S T Z
Begriff Definition
Kata

Glossary Link Kata (dt. „Form, Stil, Haltung“ oder seltener für „Vorschrift, Muster, Abdruck, Schablone“) ist ein Begriff aus den japanischen Kampfkünsten und bezeichnet die stilisierte Form eines Kampfes gegen einen oder mehrere reale oder imaginäre Gegner, bei der Verteidigung, Angriffe und Gegenangriffe in festgelegter Abfolge und Ausführungsart geübt werden.

Das Training der Kata zwingt die Übenden, die immer gleiche Situation ohne (oder mit nur geringen) Abweichung zu wiederholen. So werden bestimmte Grundprinzipien der Kampfkunst über einen langfristigen Prozess verinnerlicht. Kata dienen daher dem Zweck, die Essenz eines Stils zu konservieren und von einer Generation zur nächsten weiterzugeben, auch wenn andere Übungsformen von den Generationen verändert und an neue Anforderungen angepasst werden. Trotz dieses Gedankens ist zu beobachten, dass auch Kata mitunter geändert werden (siehe auch Koryū).
Im Normalfall werden Kata partnerlos ausgeführt. Die Anwendungsform einer Kata mit einem Partner wird Bunkai genannt. Es gibt jedoch auch Kampfkünste, in denen die Kata nur als Partnerübung ausgeführt werden, so etwa Jōdō oder im Ju-Jitsu. Kata sind eine Übungsform im Karate, Jūdō, Aikidō, Iaidō, Kendō und anderen Budō-Künsten. In einigen Kampfsportarten werden auch Wettkämpfe durchgeführt, bei denen die Darbietungen jeweils von Kampfrichtern bewertet werden.

Kata (Jūdō)

Der Begriff Kata bezeichnet im Judo + Ju-Jitsu in erster Linie diverse, festgelegte und namentlich benannte Abfolgen von Techniken, die den Übenden Prinzipien vermitteln sollen. Diese Abläufe, die als Kata – also Formen - bezeichnet werden, werden im folgenden näher beschrieben. Andererseits kann Kata auch das Üben von einzelnen Techniken mit einem Partner außerhalb dieser Abläufe bezeichnen, wobei der Partner im Gegensatz zum Glossary Link Randori auf die zu übende Technik eingestellt ist. Das Wort Kata wird in diesem Sinne im deutschen Sprachraum jedoch nur noch selten gebraucht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkünsten werden Kata im Judo fast ausschließlich zusammen mit einem Partner durchgeführt. Fast alle Judo-Kata stammen aus dem traditionellen Jiu Jitsu, wo sie noch heute Bestandteil der Meisterprüfungen sind.

Gonosen-no-kata ( Form der Konterwürfe )

Sie besteht aus den Angriffen von Uke und den Konterwürfen von Glossary Link Tori. Goshin-jutsu-no-kata ( Form der neuen Selbstverteidigungstechniken ) Sie wurde 1956 von einer Arbeitsgruppe des Kodokan entwickelt und enthält 5 Gruppen (goshin) - von Verteidigungstechniken (jutsu) gegen Angriffe mit und ohne Waffen. Sie besteht aus Angriffen von Uke ohne Waffen (Angriffe mit Händen und Füßen) und mit Waffen (Messer, Stock und Pistole) und den entsprechenden Abwehrtechniken von Tori

irano-no-kata ( Form der fortgesetzten Kombinationen des Meisters Hirano )

Die Kata wird auch "Kata der Meereswogen" genannt. Sie umfasst sieben Techniken (Sinnbilder) Itsutsu-no-kata ( Form der 5 Symbole od. Naturgesetze ) Sie besteht aus: der Versinnbildlichung der positiven und negativen Kraft, Versinnbildlichung des Beharrungsgesetzes, Versinnbildlichung der Zentrifugal- und Zentripetalkraft, Versinnbildlichung der Kraft der Meereswogen, Versinnbildlichung der Flugbahn und der Kraft eines Kometen Katame-no-kata (die Form der Kontrolle bzw. Form der Bodentechniken) Die Katame-no-kata wurde zwischen 1884 und 1887 von Jigoro Kano entwickelt und besteht aus drei Gruppen mit jeweils fünf Bodentechniken. Die 15 Techniken werden jeweils nur migi (jap. "rechts") ausgeführt.
Jū-no-kata ( Form des Nachgebens od. der Geschmeidigkeit )

Im Jahre 1887, nach der Nage-no-kata und der Katame-no-kata, als dritte Kata von Jigoro Kano im Kodokan entwickelt, um die unterschiedlichen Prinzipien von Angriff und Verteidigung, des Gleichgewichtbrechens und des Siegen durch Nachgeben in stark abstrahierter Weise zu verdeutlichen. Sie beinhaltet 15 Bewegungsabläufe in 3 Gruppen.

Glossary Link Kime-no-kata ( Form der Selbstverteidigung, )

"Kata der Entscheidung", Tori erwartet den Angriff von Uke gelassen und scheinbar entspannt. Ukes Angriff soll heftig erfolgen, Atemi- (Schlag-) Techniken werden von Kiai (Kampfschrei) begleitet. Tori beantwortet Ukes Angriff entschlossen und mit vollem Einsatz. Auch seine Atemi-Techniken werden von Kiai unterstützt. Einige Augenblicke lang soll Tori demonstrieren, dass er vollkommen Herr der Lage ist indem er in der Abschlußtechnik entspannt verweilt. Uke zeigt dann seine Aufgabe durch zwei- oder mehrmaliges Abklopfen.

Koshiki-no-kata ( Form der antiken Techniken )

Diese Kata stammt direkt aus der Kito-Ryu ("Schule des Steigens und Fallens"), die Jigoro Kano in seiner Jugend besucht hatte. Kano fand diese Kata erhaltenswert und übernahm sie in sein neues Judo. Sie erinnert als Bindeglied an die alten Techniken des Jiu Jitsu und verdeutlicht bei ihrer Ausführung, wie man die Kraft des gegnerischen Angriffs zum eigenen Vorteil nutzt. Die Techniken der Kata wirken für heutige Verhältnisse teilweise ungewöhnlich, da sie für Samurai gedacht waren, die sie in vollständiger Rüstung ausführten. Die Würfe der Koshiki-no-Kata werden mit der geöffneten rechten Hand ausgeführt, so wie es noch heute bei Ukigoshi und O-goshi der Fall ist. Gegriffen wird nur da, wo es auch eine Rüstung erlauben würde, zum Beispiel an den Armen. Die Koshiki-no-Kata besteht aus zwei Gruppen mit insgesamt 21 Techniken. Erste Gruppe sind Omote, 14 Techniken die ziemlich langsam und scheinbar unbeholfen ausgeführt werden, so als ob die Ausführenden eine Kampfausrüstung tragen würden. Zweite Gruppe sind Ura bestehend aus sieben Techniken. Hier erfolgt die Ausführung schnell und gewandt.

Nage-no-kata (Form des Werfens)

Die Nage-no-kata wurde als erste Kata von HTJigoro KanoTH im Jahre 1887 im HTKodokanTH entwickelt und gehört zur Gruppe Randori-Kata. Sie besteht aus fünf Wurfgruppen mit jeweils drei Würfen, die in festgelegter Reihenfolge − erst rechts, dann links − ausgeführt werden. (Eine Ausnahme stellt Uki-goshi dar, der zuerst links und dann rechts geworfen wird – Ukes Angriff ist jedoch immer zuerst rechts.) Die30 Wurfaktionen sollen prinzipiell so ausgeführt werden, dass Toris Wurfausführung (jap. Kake) im Zentrum der Ausführungsfläche (Mattenmitte) geschieht.

Randori-nage-no-kata ( freie Übungsform der Nage-no-Kata )

Kataformen ausserhalb Japans: Die Formen der HTchinesischen KampfkünsteTH werden im Hochchinesischen Taolu, im Kantonesischen Kuen genannt. In vietnamesischen Kampfkünsten bezeichnet man die Formen mit Quyen bzw. Bai-Quyen. Ursprünglich lautet der Begriff für „Form“ im koreanischen Taekwondo Hyong. Diese wurden mittlerweile im ITF durch die recht ähnlichen Tul und im WTF durch die neueren Pumsae ersetzt. Die Hauptgründe dafür sind eine Modernisierung des Stils und die Abgrenzung vom ursprünglichen Taekwondo. In der Literatur, die in der Anfangszeit des modernen Taekwondo entstand, sind noch die Shotokan-Kata als Formen enthalten.

Alle A B D H I J K M P Q R S T Z
Glossary 2.7 uses technologies including PHP and SQL
German Dutch English French Italian Portuguese Russian Spanish Thai