| Begriff | Definition |
|---|---|
| Kata |
Das Training der Kata zwingt die Übenden, die immer gleiche Situation ohne (oder mit nur geringen)
Abweichung zu wiederholen. So werden bestimmte Grundprinzipien der Kampfkunst über einen langfristigen
Prozess verinnerlicht. Kata dienen daher dem Zweck, die Essenz eines Stils zu konservieren und von einer
Generation zur nächsten weiterzugeben, auch wenn andere Übungsformen von den Generationen verändert
und an neue Anforderungen angepasst werden. Trotz dieses Gedankens ist zu beobachten, dass auch Kata
mitunter geändert werden (siehe auch Koryū). Kata (Jūdō) Der Begriff Kata bezeichnet im Judo + Ju-Jitsu in erster Linie diverse,
festgelegte und namentlich benannte Abfolgen von Techniken, die den
Übenden Prinzipien vermitteln sollen. Diese Abläufe, die als Kata – also
Formen - bezeichnet werden, werden im folgenden näher beschrieben.
Andererseits kann Kata auch das Üben von einzelnen Techniken mit einem
Partner außerhalb dieser Abläufe bezeichnen, wobei der Partner im
Gegensatz zum
Gonosen-no-kata ( Form der Konterwürfe ) Sie besteht aus den Angriffen von Uke und den Konterwürfen von
irano-no-kata ( Form der fortgesetzten Kombinationen des Meisters Hirano ) Die Kata wird auch "Kata der Meereswogen" genannt. Sie umfasst sieben Techniken (Sinnbilder)
Itsutsu-no-kata ( Form der 5 Symbole od. Naturgesetze ) Sie besteht aus: der Versinnbildlichung der positiven und negativen Kraft, Versinnbildlichung des
Beharrungsgesetzes, Versinnbildlichung der Zentrifugal- und Zentripetalkraft, Versinnbildlichung der Kraft der
Meereswogen, Versinnbildlichung der Flugbahn und der Kraft eines Kometen
Katame-no-kata (die Form der Kontrolle bzw. Form der Bodentechniken)
Die Katame-no-kata wurde zwischen 1884 und 1887 von Jigoro Kano entwickelt und besteht aus drei Gruppen
mit jeweils fünf Bodentechniken. Die 15 Techniken werden jeweils nur migi (jap. "rechts") ausgeführt. Im Jahre 1887, nach der Nage-no-kata und der Katame-no-kata, als dritte Kata von Jigoro Kano im Kodokan entwickelt, um die unterschiedlichen Prinzipien von Angriff und Verteidigung, des Gleichgewichtbrechens und des Siegen durch Nachgeben in stark abstrahierter Weise zu verdeutlichen. Sie beinhaltet 15 Bewegungsabläufe in 3 Gruppen.
"Kata der Entscheidung", Tori erwartet den Angriff von Uke gelassen und scheinbar entspannt. Ukes Angriff soll heftig erfolgen, Atemi- (Schlag-) Techniken werden von Kiai (Kampfschrei) begleitet. Tori beantwortet Ukes Angriff entschlossen und mit vollem Einsatz. Auch seine Atemi-Techniken werden von Kiai unterstützt. Einige Augenblicke lang soll Tori demonstrieren, dass er vollkommen Herr der Lage ist indem er in der Abschlußtechnik entspannt verweilt. Uke zeigt dann seine Aufgabe durch zwei- oder mehrmaliges Abklopfen. Koshiki-no-kata ( Form der antiken Techniken ) Diese Kata stammt direkt aus der Kito-Ryu ("Schule des Steigens und Fallens"), die Jigoro Kano in seiner Jugend besucht hatte. Kano fand diese Kata erhaltenswert und übernahm sie in sein neues Judo. Sie erinnert als Bindeglied an die alten Techniken des Jiu Jitsu und verdeutlicht bei ihrer Ausführung, wie man die Kraft des gegnerischen Angriffs zum eigenen Vorteil nutzt. Die Techniken der Kata wirken für heutige Verhältnisse teilweise ungewöhnlich, da sie für Samurai gedacht waren, die sie in vollständiger Rüstung ausführten. Die Würfe der Koshiki-no-Kata werden mit der geöffneten rechten Hand ausgeführt, so wie es noch heute bei Ukigoshi und O-goshi der Fall ist. Gegriffen wird nur da, wo es auch eine Rüstung erlauben würde, zum Beispiel an den Armen. Die Koshiki-no-Kata besteht aus zwei Gruppen mit insgesamt 21 Techniken. Erste Gruppe sind Omote, 14 Techniken die ziemlich langsam und scheinbar unbeholfen ausgeführt werden, so als ob die Ausführenden eine Kampfausrüstung tragen würden. Zweite Gruppe sind Ura bestehend aus sieben Techniken. Hier erfolgt die Ausführung schnell und gewandt. Nage-no-kata (Form des Werfens) Die Nage-no-kata wurde als erste Kata von HTJigoro KanoTH im Jahre 1887 im HTKodokanTH entwickelt und gehört zur Gruppe Randori-Kata. Sie besteht aus fünf Wurfgruppen mit jeweils drei Würfen, die in festgelegter Reihenfolge − erst rechts, dann links − ausgeführt werden. (Eine Ausnahme stellt Uki-goshi dar, der zuerst links und dann rechts geworfen wird – Ukes Angriff ist jedoch immer zuerst rechts.) Die30 Wurfaktionen sollen prinzipiell so ausgeführt werden, dass Toris Wurfausführung (jap. Kake) im Zentrum der Ausführungsfläche (Mattenmitte) geschieht. Randori-nage-no-kata ( freie Übungsform der Nage-no-Kata ) Kataformen ausserhalb Japans: Die Formen der HTchinesischen KampfkünsteTH werden im Hochchinesischen Taolu, im Kantonesischen Kuen genannt. In vietnamesischen Kampfkünsten bezeichnet man die Formen mit Quyen bzw. Bai-Quyen. Ursprünglich lautet der Begriff für „Form“ im koreanischen Taekwondo Hyong. Diese wurden mittlerweile im ITF durch die recht ähnlichen Tul und im WTF durch die neueren Pumsae ersetzt. Die Hauptgründe dafür sind eine Modernisierung des Stils und die Abgrenzung vom ursprünglichen Taekwondo. In der Literatur, die in der Anfangszeit des modernen Taekwondo entstand, sind noch die Shotokan-Kata als Formen enthalten. |